transitions

Datum: 14.03.2007 - 21.04.2007

Eröffnung: 13.03.2007 um 19.00 Uhr

Zu dieser Ausstellung ist auch eine Publikation erschienen: [ » Details zur Publikation ]

verlängert bis 21. April 2007

Romana Prinoth - transitions Romana Prinoth, die in Innsbruck lebt und aus Gröden stammt, stellt unter dem Titel transitions in der Galerie foto-forum in Bozen digitale Farbfotografie aus. Die beiden Motivschwerpunkte Landschaft und Blumen verbindet eine besondere Auseinandersetzung mit dem Prinzip Zeit, die sich als ganz eigenartiger Zugang zu den Motiven erweist.

Als Historikerin und Archäologin hat Prinoth zu Vergangenem und Gegenwärtigem und deren sichtbaren und greifbaren Zeichen ein Verhältnis, das kreatives Potential freisetzt.

Die Zeichen der Zeit aus der Landschaft, Pflanzen und Dingen zu lesen, gehört zu ihrer geistigen Prägung, die sie als Inspiration in ihre Fotografie einbringt. So entstehen Gestaltungsräume, die Romana Prinoth mit Bildern vom Vergehen der Zeit füllt, die nicht werten wollen, sondern ein Stück Landschaft, eine Blume auf empathische Weise festhalten und dadurch in ein unerwartetes Licht rücken.

Sorgfältig werden die digitalen Datenpakete zur minutiösen Bearbeitung aufgeschnürt, um die besondere Handschrift der Fotografin noch klarer sichtbar werden zu lassen.

Dabei sind die Blüten und die Landschaften in ihrer gegensätzlichen Fokussierung von Statik und Dynamik die beiden Seiten einer lyrischen Bildsprache.

Jahrelang hat Romana Prinoth unersättlich Blüten fotografiert, um den vierzig Gesichtern auf den Grund zu gehen, die diesen in Japan sprichwörtlichen nachgesagt werden. Die meditative Geste hebt die Blumen aus Abbildung heraus und stattet sie mit Pathos und Dramatik aus. Jede der Blüten entfaltet Charakter und Profil. Die Blumen beschwören mit ihrer sinnlichen Kraft die gemalten Blumenporträts von Georgia O´Keeffe.

Die Landschaftsfotografie von Romana Prinoth ist wie die Blumen der positiv besetzten Flüchtigkeit des Augenblicks verschrieben, nur ist die Bewegung hier nicht subtil unterlegt, sondern vordergründig. Vom fahrenden Zug oder Auto aus hält sie Ansichten fest, die sich in exakt diesem Blickwinkel und Ausschnitt unwiederholbar ihren Platz auf der Speicherkarte suchen. „Es geht um Licht, eigentlich immer nur um Licht“, so beschreibt die Fotografin die Verlockung der ihr Sehen folgt. Hier geht es nicht um landschaftliche Schönheiten, was für sich reizlos sein könnte, wird in der Übersetzung dieser Bildpoesie zum vielschichtigen Hintergrund einer Reflexion.