Klaus Auderer befasst sich fotografisch seit mehreren Jahren mit politischen Systemen, deren Umgang mit Ethnien und deren Machtgefügen. Mehrere Reisen führten ihn in den Nahen Osten und nach Asien, z. B. Türkei, Syrien, Irak, Palästina, Israel, Kambodscha, Indonesien. Im Fokus seiner Arbeit steht die visuelle Rethorik der Kriegsdarstellung in den westlichen und arabischen Medien. Ergebnis dieser Reisen sind Fotos und Videos, die die Welt des „Terrors gegen den Terror“ von hinter dem westlichen, proamerikanischen Medienvorhang aus betrachten und somit den Infotainmentcharakter massenmedialer Kriegsberichterstattung sabotieren.
Seine Fotos fügen sich zu einem „sozialen fotografischen Portrait“. Sein Augenmerk gilt Orten und Architektur, d. h. den Lebensrealitäten der Bewohner. Der Mensch selbst ist in diesen Aufnahmen meistens nicht vorhanden.
In der Ausstellung „somewhere“ werden diese Fotos mit Aufnahmen von idyllischen Landschaften aus Europa (z. B. Tirol, Bayern) zu einem heterogenen Gefüge kombiniert. Die Zuordnung der Fotografien zu ihren Orten tritt in den Hintergrund, die Erde will mittels fotografischer Realität als globaler Lebensraum verstanden werden, „als würde man über einen Planeten, und nicht in einem spezifizierbaren Lebensraum wandern“.
Künstlergepräch am Donnerstag, 01.03.2007 um 19.00 Uhr: Klaus Auderer und Marion Piffer Damiani