UR. Die unbesiegbare Poesie
30 Fotografien von Michele Menegon
Originalmusik von Mauro Franceschi
Das Ausstellungsprojekt "UR" befindet sich auf halbem Weg zwischen künstlerischem Ausdruck und Naturfotografie und entstammt aus den Reflexionen über Wissenschaft und Ethik und aus den Fotografien von Michele Menegon, die er meist während der Forschungs-Missionen in abgelegenen, manchmal vom westlichen Menschen noch nie besuchten Orten aufgenommen hat (Menegon ist ein Forscher von MuSe – Museo delle Scienze von Trient).
Unter den dargestellten Tieren gibt es auch Arten, die neu für die Wissenschaft und noch namenlos sind.
Das Präfix Ur, das einen proto-germanischen Ursprung hat, gibt dem Wort, das es begleitet, eine Betonung, die mit den Vorfahren und der Ursprünglichkeit zu tun hat. Ur wurde auch als Name für den ältesten unter den Kontinenten (wovon angenommen wird, das er sich vor etwa 3 Milliarden Jahren gebildet hat) verwendet und identifiziert schließlich, anhand der Theorie des Physikers Carl Friedrich von Weizsäcker, die minimale Quanteninformation - das ursprüngliche Teilchen.
Die Ausstellung, die zum Teil Bilder einer noch unerforschten und erstaunlichen Natur zeigt, trifft uns auf einem irrationalen Niveau und führt den Besucher auf eine faszinierende und emotionale Reise zu den Wurzeln des Lebens und seiner Unverwundbarkeit.
Die Fotoserie besteht aus 30 Fine Art giclée-Drucken in Schwarz und Weiß (50x70 cm) und ist zum ersten Mal in Südtirol für die Öffentlichkeit zu sehen. Die Aufnahmen entstanden in Tansania, Kongo, Ruanda, Äthiopien, Kalifornien und in den Alpen von Südtirol und dem Trentino.
Die Ausstellung wird von einer eindrucksvollen Multimedia-Installation mit Originalmusik von Mauro Franceschi begleitet.
"Das Bewusstsein des Wandels gibt dem Menschen eine kontinuierliche Maßnahme von sich selbst, die „Grenzen“ seiner Größe und lässt ihn, sich selbst als ein dem Allen gehörigen Teil wahrnehmen. Nicht umgekehrt. Der Mensch sind nur an sich selbst erforderlich, können nichts anders als sich selbst zerstören. Der Tag, an dem der letzte Mensch den Planeten verlassen wird, werden Millionen von anderen Arten gerade das tun, was sie immer getan haben: leben und verändern. (...) UR ist das, was überlebt, was immer da sein wird, das was infolge seiner Natur im Verhältnis zu unserem Schicksal gleichgültig ist. UR ist die Quelle (der „Ursprung“) der unbesiegbare Poesie."
(Michele Menegon, aus der Einführung des Begleitbuches zur Ausstellung)
Die Aufnahmen von UR kann man unter:
www.michelemenegon.it finden.
Michele Menegon (Montebelluna, 1969) arbeitet im naturwissenschaftlichen Museum von Trient und befasst sich seit mehr als 15 Jahren mit der Erforschung des Bergurwalds in Ostafrika. Er arbeitet dabei mit den wichtigsten internationalen Einrichtungen für Biodiversität, wie etwa die Wildlife Conservation Society oder Conservation International, zusammen. Er ist Mitarbeiter der Fotoagenturen Ardea und Fotonatura und veröffentlicht weltweit in Zeitungen und Zeitschriften. Trotz dieses Erfolgs arbeitet er immer noch in erster Linie aus Leidenschaft.
Website Michele Menegon
www.michelemenegon.it
in Zusammenarbeit mit
Do.it & Ambiente Trentino
Naturmuseum Südtirol
Begegnung mit Michele Menegon
Donnerstag 10.05.2012 um 20 Uhr
Naturmuseum Südtirol, Bindergasse 1
anschl. Besichtigung der Ausstellung in der Galerie foto-forum