Datum: 01.01.2012 - 28.01.2012
Eröffnung: 20.12.2011 um 19 Uhr
Die Fotos von Kindern und Jugendlichen, die Gottlieb Kaserer für diese Ausstellung ausgewählt hat, sind in seinen Augen keine Dokumentation über ihre Lebensumstände, sondern Menschenbilder, die in sich ihre Aussagekraft finden.
Die Farbfotos sind auf mehreren Reisen in Entwicklungsländer entstanden. Es sind meist Aufnahmen unterwegs, aber nicht einfach im Vorbeigehen. Kontaktaufnahme und Verweilen waren dem Fotografen immer wichtig.
Die Schwarzweiß-Fotos von Jugendlichen und Kindern sind in der ehemaligen Roma-Siedlung bei Brixen entstanden. Kaserers Absicht war es, eine Fotoserie über „Andere, hier bei uns“ zu machen.
Die Ausstellung wird von erzählerischen Texten begleitet.
Beschäftigung mit Fotografie
„Die Faszination der Fotografie und den Weg zur Fotografie habe ich erst spät entdeckt bzw. gefunden, mit etwa 40 Jahren. Nach bescheidenen Anfängen ist die Welt der Fotografie für mich aber immer wichtiger geworden. Bevorzugte Motive/Bereiche wurden: Personen, Landschaften, Details und die Reisefotografie.
1992 bin ich dem Fotoclub Kolping/Bozen beigetreten, von 1996 bis 2004 habe ich den Vorsitz übernommen. Der Austausch von Kenntnissen und Erfahrungen, die gegenseitige Beratung und die Anregungen, die Besprechung von Fotos der Mitglieder, Besuche von Fotoausstellungen, Fortbildung und verschiedene Aktivitäten mit guten Fotografen haben mir dazu verholfen, gekonnter zu fotografieren, anspruchsvoller zu werden und auch einen eigen Weg bzw. eine eigene Sicht zu finden.“ Gottlieb Kaserer
Gottlieb Kaserer (Südtirol / Italien)
geboren 1948 in Partschins, lebt seit über 30 Jahren in Bozen, lehrt literarische Fächer an der Mittelschule Ritten. Gottlieb Kaserer ist Mitglied des Fotoclubs Kolping Bozen, Experte im Bereich der Schwarz-Weiß- und Portraitfotografie und vor allem als Reise- und Naturfotograf bekannt. Er betreut das Foto-Labor für den Fotoclub im Kolpinghaus in Bozen, leitet Fotoworkshops und beteiligt sich an zahlreichen Gemeinschaftsausstellungen. Während seiner zahlreichen Reisen in Asien, Afrika und Südamerika widmet er sich vor allem den Portraits von Kindern. Dabei entstehen keine „Schnappschüsse“, sondern Foto-Geschichten aus dem Alltag von Kindern verschiedener sozialer Randgruppen in den verschiedensten Lebensumständen.